QmbS


Schulentwicklung im Rahmen Des QMBS-Programms

QmbS-Team
Kersten Henne, Anne Scharlott, Rüdiger Krause, Jennifer Stoy-Eppinger, Johannes Miller, Nadine Kaps

Qualitätsmanagement in Distanz

Online-Teamsitzungen, Online-Absprachen, online an gemeinsam erstellten Dokumenten arbeiten, ja sogar das Vorstellen der Umsetzungspläne zur Kollegialen Hospitation vor dem Kollegium – auch die Schwerpunkte der QmbS-Arbeit an der Staatlichen Berufsschule Lauingen liefen in diesem Schuljahr hauptsächlich virtuell ab.  

Ziel 1: „Der handlungsorientierte Unterricht findet an unserer Schule fachübergreifend und projektbezogen bzw. prozessbezogen statt“; Ziel 2: „Die Schule präsentiert sich einheitlich und modern“;

Ziel 3: „Die Verwaltungsabläufe sind für Schulleitungsteam, Verwaltung und Kollegium effizient und transparent“  

Getreu des Qualitätszyklus wurde in den letzten Schuljahren die Ziele unseres Schulinternen Qualitäts-Verständnisses (SQV) durch uns als Kollegium festgelegt und die daraus resultierenden Handlungsvereinbarungen mit der Regierung von Schwaben bilanziert.   

Nachdem zahlreiche Unterstützungen wie Leitfäden zum Erstellen von didaktischen Jahresplänen angeboten wurden, widmete sich das QmbS-Team der Staatlichen Berufsschule Lauingen in einem nächsten Schritt der internen Evaluation von Ziel 1 und Ziel 2, um die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu überprüfen und allgemein schulrelevante Aspekte abzufragen. Die Anregungen des Kollegiums wurden vom QmbS-Team ausgewertet und umgesetzt. Im Schuljahr 2018/2019 wurde dem Kollegium u.a. am pädagogischen Tag die Auswertung der internen Evaluation präsentiert. Die von den einzelnen Abteilungen aus der Evaluation erarbeiteten Erhaltungs- und Entwicklungsziele wurden von den jeweiligen Fachbetreuern abteilungs- oder berufsgruppenintern weiterverfolgt. 

Unser Ziel 2 „Corporate Design“ aus unserem SQV wurde erneut weiter bearbeitet. Gemeinsam mit den jeweiligen Zuständigen aus den Abteilungen wurden weitere Abteilungsflyer sowie Rollups erstellt. Somit können wir nun auf Ausbildungsmessen, Eltern- und Ausbildersprechtagen sämtliche Fachabteilungen, das BVJ/k + BiJ, die Berufsschule-Plus sowie die Berufsfachschule und die Technikerschule noch besser vorstellen und bewerben.  

Ebenso wurde das Ziel 3 der internen Evaluation weiter vorangetrieben. Nachdem das Stundenplanprogramm „Untis“ im Schuljahr 2018/19 eingeführt wurde, konnte seit diesem Schuljahr auch das Modul „WebUntis“ an den Start gehen, so dass nun alle Lehrkräfte ihre aktuellen Stundenpläne online über Mobilgeräte einsehen können. Derzeit wird auch das digitale Klassentagebuch in einigen Abteilungen getestet. Ziel ist es, im kommenden Schuljahr sowohl Stundenplan als auch Klassentagebuch vollständig in „WebUntis“ für Schüler und Lehrkräfte einzuführen.

Auch bei der Suche nach einem finanzierbaren Dokumentenmanagementsystem (DMS) für die Schulleitung und Verwaltung wurde man fündig. Mit diesem können wichtige Unterlagen systematisch indexiert und somit durch Schlagwortsuche schnell wiedergefunden werden. 

Im Sinne der Nachhaltigkeit widmete sich das Schulentwicklungsteam der Staatlichen Berufsschule Lauingen in diesem Schuljahr unserem Ziel 1 „Der handlungsorientierte Unterricht findet an unserer Schule fachübergreifend und projektbezogen bzw. prozessbezogen statt“. Dies erfolgte jedoch mit anderer Schwerpunktsetzung als in den vergangenen Jahren. 

Im Schuljahr 2016/2017 diente das Projekt „Grillküche“, an dem sich jeder Fachbereich mit handlungsorientierten Unterrichtseinheiten als nachvollziehbare Lernbeispiele beteiligt hat, als Maßnahme zur Veranschaulichung eines handlungsorientierten und projektbezogenen Unterrichts. In diesem Schuljahr 2020/2021 versuchten wir den Blickwinkel zu vergrößern. Der Schwerpunkt lag so auf der Verbesserung der Unterrichtsqualität insgesamt, nicht nur rein bezogen auf die Handlungsorientierung. Neben des Individualfeedbacks, welches wir durch unsere Schüler*innen erhalten, spielt die kollegiale Hospitation eine gewichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Grund dafür ist, dass kollegiale Unterrichtshospitationen mit anschließendem Feedback als sehr wirksame Methode fungieren, den eigenen Unterricht zu reflektieren und somit zur Professionalisierung von uns Lehrkräften beitragen. 

Vergangenes Schuljahr führte Herr Norbert Huber-Mönch von der Staatlichen Berufsschule Donauwörth das gesamte Kollegium in die Thematik ein. In diesem Schuljahr ging es an die praktische Umsetzung. Das QmbS-Team der Staatlichen Berufsschule Lauingen erarbeitete einen Plan, wie wir als Kollegium behutsam in die Unterrichtsbeobachtung durch einen geschätzten Kollegen starten können. Die Außenperspektive des hospitierenden Kollegen soll uns dabei unterstützen, das subjektive Erleben mit dem des Beobachteten abzugleichen und uns so Anstoß für Weiterentwicklung zu geben.  

In einer Lehrerkonferenz präsentierte das Schulentwicklungsteam unter den Aspekt „Prozessqualitäten Unterricht“ die Unterstützungsangebote zur Unterrichtsbeobachtung durch einen Kollegen. Dabei wurden vom Team formulierte Unterlagen bezüglich Kollegialer Hospitation, wie beispielsweise Beobachtungsbögen vorgestellt. 

Zuerst wurde erläutert, warum kollegiale Hospitation als Instrument zur Verbesserung von Unterrichtsqualität angesehen wird. Auf das Aufbrechen eingefahrener Strukturen wie das Sichtbarmachen von „Betriebsblindheit“ und Aufdecken neuer Wege wurde hingewiesen. Es ist kein bedrohliches Instrument, ganz im Gegenteil. Es erfolgt keine Bewertung, Beurteilung, oder Benotung. Johannes Miller erläuterte, wie eine Unterrichtsbeobachtung durch einen geschätzten Kollegen ablaufen kann. Es gibt drei Phasen zwischen zwei Kollegen auf freiwilliger Basis: Vorbesprechung, Durchführung und Nachbesprechung. Vorab wird festgelegt, auf welche Aspekte der Beobachter achten soll. Dabei wurde das Augenmerk hauptsächlich auf konstruktive Rückmeldungen gelegt. Alle Hospitierten sollen möglichst gestärkt aus den Hospitationen gehen. Dazu präsentierte das QmbS-Team ein Dokument mit Zusammenfassung von Feedbackregeln ausgerichtet auf Hospitationen. Zentraler Aspekt für das Einführen der Kollegialen Beobachtung des Unterrichts ist für das QmbS-Team der Staatlichen Berufsschule Lauingen das Moment der Freiwilligkeit. Beruht die Hospitation nicht auf dem Wunsch, den eigenen Unterricht zu verbessern bzw. diesen als „kritischen Freund“ zu betrachten, besteht Zwanglosigkeit.  

Mit der Frage, wie sich diese Unterrichthospitation in großen Teilen des Kollegiums etabliert und zum regelmäßigen Begleiter werden kann, hat sich das QmbS-Team intensiv auseinandergesetzt. Hat sich dieses Instrument einmal etabliert, so die Gedanken des QmbS-Teams, wird sie in den Folgejahren relativ automatisch durchgeführt. Bevor sie jedoch als altbewährtes Mittel zur Verbesserung der Unterrichtsqualität angesehen wird, benötigt die freiwillige Durchführung oftmals einen kleinen Motivationsschub. 

Der weiterführende Gedanke: Wer sich also dazu durchringt, Rückmeldung zu seinem Unterricht einzuholen, soll eine kleine Anerkennung erhalten. Wir freuen uns sehr, dass uns unsere Schulleitung mit diesem Startschuss nachhaltig motiviert. Wir alle sind davon überzeugt, dass dies der Grundstein für viele erste kollegiale Hospitationen ist

Um das Instrument zur Unterrichtsentwicklung nach diesem Anstoß als regelmäßigen Begleiter zu realisieren, plante das Team, ähnlich der Vorgehensweise bei der Einführung des Individualfeedbacks, das Erinnern an die Kollegiale Hospitation. So wird jedes Jahr ein anderer Schwerpunkt gesetzt. Beispielsweise soll nach dem ersten Vertrautmachen mit der Kollegialen Hospitation bis Februar 2022 die Schwerpunkte in den Folgejahren auf Interdisziplinarität, fachlichen Unterricht, praxisorientierten Unterricht, allgemeinbildende Fächer usw. gelegt werden. Auch ein besonderes Augenmerk auf die Umsetzung von Berufssprache Deutsch, Handlungsorientierung, Classroom-Management, roter Faden und Differenzierung ist angedacht. Ziel dessen ist die Nachhaltigkeit der kollegialen Unterrichtsbeobachtung. Außerdem berichten einzelne Tandems von ihren Hospitationen in der Lehrerkonferenz. Dieser strukturierte Report erfolgt keineswegs inhaltlich, sondern bezieht sich rein auf Aspekte, wie den Ablauf, zeitlichen Umfang, die Rückmeldungen an das QmbS-Team bezüglich der gestellten Unterlagen und potentiellen weiteren Unterstützungsmöglichkeiten. 

Wir hoffen, dass die Unterrichtshospitationen durch einen geschätzten Kollegen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sowie automatisch und mit ausschließlich positivem Gefühl in den Unterrichtsalltag integriert werden. Ganz nach dem Motto „Nur wer seine eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann seine Professionalität und den Unterricht weiterentwickeln.“ 

Auch das Schulentwicklungsteam an der Staatlichen Berufsschule Lauingen verändert sich immer wieder und darf neue Mitglieder im bestehenden Team begrüßen. Um unsere Arbeit im Qualitätsmanagement dauerhaft und nachhaltig zu betreiben bilden sich alle Mitglieder im Bereich des Qualitätsmanagements an bayerischen Schulen weiter. So sehen wir uns bestens gerüstet für die QM-Zukunft an der BSL. 

Bei all diesen Themen standen uns unsere Berater Herr Fabian Junger von der Berufsschule Donauwörth sowie Herr Stefan Schwab von der Berufsschule Nördlingen mit Rat und Tat zur Seite. Lieber Herr Junger, lieber Herr Schwab, wir schätzen den Austausch mit Ihnen sehr! Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, Ihre Erfahrungsberichte und Beratung! Wir freuen uns, Sie auch im kommenden Schuljahr mit vielen guten Ideen und Impulsen an unserer Seite zu wissen! 

Im Schuljahr 2021/2022 wird neben der Arbeit an der Nachhaltigkeit bezüglich der Themen Individualfeedback, kollegiale Hospitation und Handlungsorientierung der Schwerpunkt auf die Gestaltung unseres Innenhofes gelegt.  

Herzlichen Dank an das gesamte Lehrerkollegium, das Verwaltungspersonal und an die Schulleitung für den aktiven Einsatz in diesem Schuljahr.  

Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Umsetzung unserer Schulziele! 

 

 

Nadine Kaps und Jennifer Stoy-Eppinger


Staatliche Berufsschule Lauingen mit Berufsfachschule für Technische Assistenten für Informatik
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