Deutschunterricht

Der Deutschunterricht fördert die allgemeine und berufliche Bildung, die Weiterentwicklung der Sprachfähigkeit und bereitet auf eine erfolgreiche Berufstätigkeit vor.

Das Fach Deutsch ist Grundlage für alle Fächer, indem es sprachliche Voraussetzungen für die eigenständige Wissensaneignung, -speicherung und -übermittlung schafft und zu angemessener Verständnissicherung und treffender Formulierung befähigt. Schreiben und Lesen bleiben grundlegende Kulturtechniken. Sie sind Schlüsselqualifikationen und damit Hauptaufgabe des Deutschunterrichts.

Kenntnisse und Erfahrungen der anderen Fächer werden einbezogen, woraus sich eine Bereicherung aber auch die Notwendigkeit der gegenseitigen Abstimmung, ergibt.

Der Unterricht an der Berufsschule strebt für das Fach Deutsch eine ganzheitliche

Sprachbildung an, fördert die Persönlichkeitsentwicklung und hilft bei der Bewältigung von Problemen in Alltag und Beruf.

„Die Kunst des Lesens ist die Fähigkeit, Seiten zu überblättern, auf denen man nichts versäumt." (William Butler Yeats)

Fachbetreuer:

Gerhard Polifka, StD



Deutschunterricht an der Berufsschule BayEUG, Art. 1.1(1,2):

Die Berufsschule hat die Aufgabe, die Schüler/innen in Abstimmung mit der betrieblichen Berufsausbildung oder unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Tätigkeit beruflich zu bilden und zu erziehen und die allgemeine Bildung zu fördern.

Ein Problem des aktuell gültigen Lehrplans ist, dass auf der einen Seite die Orientierung an berufsspezifischen Inhalten gefordert ist, auf der anderen aber ein und derselbe Lehrplan für alle Berufe Gültigkeit hat. Damit müssen die Inhalte an die Anforderungen des jeweiligen Berufs angepasst werden.

Grundsätzlich aber stützen sich die Schwerpunkte des Deutschunterrichtes auf die vier Bereiche:

1. SPRECHEN

Ziel ist, die Sozialkompetenz unserer Schüler/innen durch Sprachkompetenz zu heben. Besonders wichtig ist dies im Umgang mit Kunden, sei es bei einem Verkaufsgespräch im Einzelhandel oder einem Beratungsgespräch am Bankschalter.

Geschult und eingeübt werden die Regeln der Gesprächsführung mit den entsprechenden Fragetechniken und Verhaltensmustern. Ein probater Weg, angstfreies Sprechen einzu-üben, ist das wiederholte Präsentieren von selbstständig erarbeiteten Ergebnissen.

2. LESEN

Anhand geschickt ausgewählter Beispiele aus Zeitschriften und Büchern versuchen die Lehrer immer wieder, das Interesse der Schüler/innen für das geschriebene Wort zu wecken. Durch Hilfestellungen werden nicht auf Anhieb erschließbare Gedanken und Intentionen der Autoren entschlüsselt und den Schülern/Schülerinnen so die Gedanken- und Wertestruktur der Autoren zugänglich gemacht.

3. SCHREIBEN

Rechtschreibung und grammatikalische Gestaltung stehen nicht im Mittelpunkt. Für berufliche und private Schreibanlässe sollen vor allem Planung, Überarbeitung und Korrektur erstellter Texte gefördert und gestärkt werden.

4. MEDIENERZIEHUNG

Kommunikation im Beruf und im Privatleben findet immer mehr mit Hilfe der „Neuen Medien“ statt. Der Deutschunterricht muss darauf reagieren. Dabei stehen nicht die technischen Anforderungen im Mittelpunkt, sondern das kritische Hinterfragen von Inhalten und deren Darbietungsformen.

RESÜMEE

Wegen der Heterogenität in Alter und schulischer Vorbildung unserer Schüler/innen kann der Deutschunterricht an der Berufsschule nicht eine Weiterführung des Deutschunterrichts allgemein bildender Schulen sein. Unser Schwerpunkt muss eindeutig darin liegen, Schlüsselqualifikationen zu fördern, Inhalte kritisch zu hinterfragen und selbsttätiges Lernen anzuregen.


Staatliche Berufsschule Lauingen mit Berufsfachschule für Technische Assistenten für Informatik
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