Berufsschüler verbringen drei Wochen in Polen

Unter der Anleitung unseres Projektleiters Bernhard Lernhard nahmen 13 Schüler der Lauinger Berufsschule, aus den Lehrberufen Mechatroniker, Metallbauer, Industrie-mechaniker, Technische Zeichner und Konstruktionsmechaniker, an einem Auslandspraktikum im polnischen Lodz teil.

Im Zeitraum vom 28.09.-18.10. 2011 hatten die Jugendlichen zwischen 17 und 24 Jahren die Gelegenheit über das EU-Förderprogramm „Leonardo da Vinci“ Land und Leute kennen zu lernen.

Bis es soweit war, mussten 14 Stunden Zugfahrt über Donauwörth, Berlin nach Lodz zurückgelegt werden.

Am nächsten Tag begann bereits das Praktikum bei Bosch-Siemens-Hausgeräte Lodz. Die Schüler stellten umgehend fest, dass auch hier nach internationalem Bosch-Standard gearbeitet wird, obwohl die Arbeiter bei Bosch am Band weniger verdienen als Azubis der genannten Lehrberufe in Deutschland.

Es wurde jedoch nicht nur gearbeitet auch das Freizeitprogramm war sehr interessant, abgesehen davon, dass unsere Unterkunft, das Music-Hostel zentral an der Piotrowska, der längsten Fußgängerzone Europas lag. Während des Aufenthaltes besuchten wir die polnische Hauptstadt Warschau. Bei einer Stadtführung wurde neben dem Stalintower auch das Warschauer Ghetto besichtigt, dort machte Willi Brandt 1970 seinen berühmten Kniefall zum Gedenken an die Holocaustopfer.

Weitere Aktivitäten waren das Segway-Fahren, der Besuch einer polnischen Berufsschule, in der wir Einblick in das polnische System der Berufsbildung bekamen. Hierbei nutzten wir umgehend die Möglichkeit Fußball und Basketball gegen polnische Schüler zu spielen, sowie gemeinsame Instandhaltungsmaßnahmen auf einem jüdischen Friedhof durchzuführen.

Besonders ergreifend war auch der Besuch des Konzentrationslagers Ausschwitz.

 

Während der Maßnahme durften die Schüler ihr Abendprogramm selbst gestalten. Unser Budget ermöglichte es zudem, dass wir während des dreiwöchigen Aufenthaltes mehrmals gemeinsam zum Abendessen in ein Restaurantgehen konnten, auch Bosch-Hausgeräte verköstigte uns während des Praktikums am Mittag kostenlos.

Für unsere Verhältnisse war das Essen und Trinken in Polen sehr günstig, man konnte mit einem geringen Eigenanteil ein tolles dreiwöchiges Auslandspraktikum besuchen, bei dem abschließend jedem Schüler der „Europass Mobilität“ als Teilnahmezertifikat durch unseren Schulleiter Herrn Wittmann überreicht wurde. Ein Nachweis über Auslandserfahrung macht sich sicher nicht schlecht im künftigen Berufsleben. Die Resonanz der Schüler zum Praktikum war durchweg positiv, es würden alle wieder mitmachen.

Michael Briegel



Das Bild zeigt 13 Schüler mit zwei Betreuern der Staatl. Berufsschule Lauingen vor dem Stalintower in Warschau. Teil des dreiwöchigen Auslandspraktikums war ein Wochenendbesuch in Polens Hauptstadt. Thema der eindrucksvollen Stadtführung war Geschichte und Gegenwart deutsch-polnischer Beziehungen.


Staatliche Berufsschule Lauingen mit Berufsfachschule für Technische Assistenten für Informatik
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